Von KI-Videos bis hin zu einem eigenen Spiel: Vortrag von TRITON IT an der Grundschule der Fakultät
Wie sieht der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Erstellung von Videos aus? Was sind MCP-Server und wie helfen sie Entwicklern? Und was wäre, wenn man über einen gewöhnlichen Text-Chat eine Figur im eigenen Computerspiel steuern könnte?
Genau diesen Fragen sind wir uns bei unserem heutigen Besuch an der Fakultätsgrundschule „Prof. Otokar Chlup“ im Prager Stadtteil Nové Butovice gewidmet. Marek Rost und Antonín Pulkrab von TRITON IT folgten der Einladung der örtlichen Lehrkräfte und bereiteten im Rahmen einer Fachwoche mit den Schwerpunkten Technologie und künstliche Intelligenz für die Schüler eine Diskussionsrunde vor, die auf konkreten Beispielen aus der Praxis basierte.

Wie künstliche Intelligenz die Videoproduktion verändert
Den ersten Teil der Diskussionsrunde moderierte Antonín Pulkrab, der sich bei TRITON IT unter anderem mit Videoproduktion befasst und über Erfahrung in den Bereichen Dreharbeiten, Schnitt sowie dem Einsatz von KI bei der Erstellung audiovisueller Inhalte verfügt.
Er stellte den Schülern konkrete Videos vor, die für unsere Kunden erstellt wurden, und erläuterte, welche Rolle aktuelle KI-Tools bei deren Entstehung spielen. Anhand einzelner Beispiele veranschaulichte er, wie sich die Vorgehensweisen bei der Erstellung von Videoinhalten verändern und welche Teile des kreativen Prozesses dank KI auf neue Weise umgesetzt werden können.

Dabei war es wichtig, die einzelnen Werkzeuge in den Kontext der tatsächlichen Arbeit einzuordnen. Künstliche Intelligenz ist nämlich nicht vom Rest der Produktion getrennt. Sie ist eine der Technologien, mit denen der Schöpfer umgehen können muss, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Die Vorführungen lösten eine Reihe von Fragen aus. Die Schüler interessierten sich sowohl für Antoníns Erfahrungen aus seiner eigenen Arbeit als auch für allgemeinere Fragen zu den Möglichkeiten und Grenzen der künstlichen Intelligenz. Gerade die direkte Diskussion mit jemandem, der diese Technologien bei realen Aufträgen einsetzt, ermöglichte es ihnen, einen Blick hinter die Kulissen der üblichen Internet-Demonstrationen zu werfen.
MCP-Server und KI in der Softwareentwicklung
An die Videoproduktion schloss sich Marek Rost an, der sich auf die technischen Aspekte des Einsatzes künstlicher Intelligenz konzentrierte. Er stellte das Konzept der MCP-Server vor und erläuterte, wie Sprachmodelle über diesen Standard mit externen Tools, Daten und anderen Systemen kommunizieren können.

Anstatt dass die KI lediglich Fragen beantwortet oder Text generiert, lässt sie sich auf diese Weise in umfassendere Arbeitsabläufe einbinden. Sie kann beispielsweise Informationen aus verfügbaren Quellen abrufen, mit angeschlossenen Tools arbeiten oder Teil eines automatisierten Prozesses werden. Gerade die Vernetzung großer Sprachmodelle mit anderen Systemen ist einer der Bereiche, denen wir uns bei TRITON IT bei der Entwicklung interner Tools und Lösungen für Kunden widmen.
Das Ziel war nicht, künstliche Intelligenz nur theoretisch zu erklären. Wir wollten den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie wir sie bei der Arbeit für unsere Kunden einsetzen, wie sie die Softwareentwicklung erleichtern kann und wie sich mit ihrer Hilfe eigene Ideen umsetzen lassen.
Marek zeigte anhand praktischer Beispiele, wie diese Prinzipien mit der täglichen Arbeit von Entwicklern zusammenhängen und wie wir KI in unsere eigenen Projekte integrieren. Die Schüler erhielten so nicht nur einen Einblick in die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, sondern auch in die technischen Grundlagen, die deren Einsatz in komplexeren Anwendungen ermöglichen.
Ein Spiel, das in zwei Tagen entwickelt wurde und in dem die Figuren von einer KI gesteuert werden
Der praktischste Teil der Veranstaltung fand zum Abschluss statt. Marek Rost entwickelte für die Schüler innerhalb von zwei Tagen ein eigenes Spiel, das von den Prinzipien des bekannten Titels „Agar.io“ inspiriert ist und das ihr direkt auf der Website „Cell Agents“ spielen könnt. Darin können die Spieler gegeneinander antreten und gleichzeitig ihre Spielfiguren mithilfe künstlicher Intelligenz steuern.
Die Steuerung erfordert dabei weder komplizierte Befehle noch eine spezielle Benutzeroberfläche. Der Spieler gibt seine Anweisungen in einem einfachen Text-Chat ein, und die KI setzt diese in Aktionen des Spielcharakters um. So konnten die Schüler direkt ausprobieren, wie natürliche Sprache als Mittel zur Steuerung von Software dienen kann.

Das Spiel verband mehrere Themen, die im Rahmen der Diskussionsrunde zur Sprache kamen: Programmierung, Anwendungsentwicklung, die Arbeit mit einem Sprachmodell und dessen Einbindung in eine konkrete Umgebung. Gleichzeitig zeigte es, dass sich auch eine relativ komplexe Idee mithilfe aktueller Werkzeuge in kurzer Zeit in einen funktionsfähigen Prototyp umsetzen lässt.
Damit war das Projekt jedoch noch nicht abgeschlossen. Marek hat den Schülern auch den Quellcode in einem GitHub-Repository zur Verfügung gestellt. Sie können ihn studieren, das Spiel nach ihren eigenen Vorstellungen anpassen, seine Funktionen erweitern oder es auf ihrem eigenen Server ausführen. Das Spiel kann somit als Ausgangspunkt für eigene Experimente mit Programmierung und künstlicher Intelligenz dienen.
Warum wir unsere praktischen Erfahrungen mit Schulen teilen
Die Fachwoche an der Fakultätsgrundschule „Prof. Otokar Chlup“ zeigt, wie man den Schülern moderne Technologien anhand konkreter Projekte näherbringen kann. Anstatt nur einen Vortrag über die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu hören, hatten sie die Möglichkeit, konkrete Ergebnisse zu sehen, Experten nach ihren Erfahrungen zu fragen und die Interaktion mit eigener Software auszuprobieren.
Wir kamen auf Einladung der Lehrer an die Schule, die für die Schüler ein Programm zum Thema Technologien und deren praktische Anwendung vorbereiten. Wir haben uns gerne an dieser Initiative beteiligt und unsere Zeit darauf verwendet, Erfahrungen weiterzugeben, die wir im Rahmen unserer Arbeit an Kunden- und internen Projekten regelmäßig sammeln.

Bei TRITON IT beschäftigen wir uns seit Langem mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz, der Automatisierung und der Entwicklung technologischer Lösungen. Wir halten es daher für sinnvoll, unsere Erfahrungen auch außerhalb des kommerziellen Umfelds weiterzugeben und jungen Menschen dabei zu helfen, sich ein konkreteres Bild davon zu machen, wie aktuelle Technologien funktionieren und was sie damit selbst schaffen können.
Wir danken den Lehrkräften der Fakultätsgrundschule „Prof. Otokar Chlup“ für die Einladung und die Möglichkeit, an ihrer Fachwoche teilzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass die Verknüpfung der schulischen Bildung mit Erfahrungen aus der technischen Praxis den Schülern neue Möglichkeiten eröffnen und sie zu eigenen Projekten motivieren kann.
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